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4. Fachsitzung 2012: |
Aerosoleffekte in Mischphasenwolken: von mikrophysikalischen Prozessen zu globalen Klimasimulationen |
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| Vortragender: |
Dr. Corinna Hoose
Karlsruhe Institute of Technology (KIT)
Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen
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| Termin: |
Mittwoch, 18.04.2012, 15.15 Uhr |
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| Ort: |
Deutscher Wetterdienst
Konferenzbereich BLAU
Frankfurter Str. 135
63067 Offenbach am Main
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| Zusammenfassung: |
Anthropogene Aerosole beeinflussen das Klima direkt durch Absorption und Streuung von solarer Strahlung,
und indirekt durch Modifikation von Wolkeneigenschaften. In „warmen“ (d.h. flüssigen) Wolken sorgen zusätzliche
Aerosole für mehr, aber kleinere Wolkentröpfchen, was die Albedo der Wolke erhöht und so für einen negativen
Strahlungsantrieb sorgt. In „kalten“ Wolken, die sowohl Wasser als auch Eis enthalten, ist der Nettoeffekt
unklar: Zum einen sind - wie in warmen Wolken - bei verschmutzten Bedingungen mehr Tropfen vorhanden.
Zum zweiten sind manche anthropogene Partikel auch Eiskeime, die für das Gefrieren von Tropfen und das Ausregnen
der Wolke sorgen. Zum dritten können anthropogene halbflüchtige Substanzen natürliche Aerosolpartikel beschichten
und so deren Eiskeimfähigkeit herabsetzen, was dem zweiten Effekt genau entgegenwirkt. Es ist noch unklar,
welcher dieser Effekte überwiegt und wie der Gesamteinfluss von anthropogenen Emissionen auf Mischphasenwolken ist.
In diesem Vortrag wird ein Überblick zu Labormessungen zu den Eiskeimeigenschaften von natürlichen und anthropogenen
Aerosolpartikeln gegeben, deren Parameterisierung für Atmosphärenmodelle beschrieben, und Abschätzungen sowie deren
Unsicherheiten der erwähnten Aerosoleffekte auf Mischphasenwolken diskutiert
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5. Fachsitzung 2012: |
Probabilistische Wettervorhersagen im realen Leben – Vision oder Wirklichkeit?
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| Vortragender: |
Dr. Renate Hagedorn
Deutscher Wetterdienst
Frankfurter Strasse 135
63067 Offenbach a. M.
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| Termin: |
Mittwoch, 30.05.2012, 15.15 Uhr |
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| Ort: |
Deutscher Wetterdienst
Konferenzbereich BLAU
Frankfurter Str. 135
63067 Offenbach am Main
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| Zusammenfassung: |
Die Idealvorstellung der Nutzer von Wettervorhersagen ist es – so genau wie möglich und so früh wie möglich
– eine eindeutige Vorhersage der Zukunft zu bekommen. Diesem Wunsch steht jedoch die chaotische Natur der Atmosphäre
gegenüber, mit der wesentlichen Folge, dass jede Vorhersage mit einer gewissen Unsicherheit behaftet ist. Mit Hilfe probabilistischer
Wettervorhersagen versuchen wir abzuschätzen, wie groß die jeweilige Unsicherheit unserer Vorhersagen ist. Neben dieser Aufgabe, d.h.
der reinen Bereitstellung von verlässlichen probabilistischen Informationen, ist es von größter Wichtigkeit, dass diese neue
Information tatsächlich sinnvoll in die Anwendungen unserer Nutzer integriert wird. Da die letztendlichen Entscheidungs- und
Handlungsmechanismen der Nutzer immer deterministischer Natur sind, stellt die Integration der probabilistischen Informationen
die eigentliche Herausforderung dar. Das heißt, obwohl theoretische Überlegungen darauf hindeuten, dass die Verwendung probabilistischer
Information von grundsätzlichem Vorteil für Nutzer ist, müssen - in enger Kommunikation mit den Nutzern - geeignete Produkte und
Entscheidungsprozesse entwickelt werden, um die theoretischen Vorteile in praktischen Nutzen umsetzen zu können. Der Vortrag wird
verschiedene Aspekte bestehender Probleme und Lösungsansätze auf dem Weg von der Theorie zur praktischen Umsetzung beleuchten.
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6. Fachsitzung 2012: |
Aktuelle Ergebnisse vom CLOUD-Experiment am CERN
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| Vortragender: |
Prof. Dr. Joachim Curtius
Meteorologisches Institut
Goethe-Universität Frankfurt
Altenhoeferallee 1
60438 Frankfurt a.M.
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| Termin: |
Mittwoch, 20.06.2012, 15.15 Uhr |
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| Ort: |
Deutscher Wetterdienst
Konferenzbereich BLAU
Frankfurter Str. 135
63067 Offenbach am Main
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| Zusammenfassung: |
Das CLOUD-Experiment am CERN ermöglicht Experimente zur Aerosol- und Wolkenbildung in der Atmosphäre unter gut
kontrollierten Laborbedingungen. Die Experimente werden an einer neu aufgebauten Aerosolkammer mit weltweit einmaligen
technischen Spezifikationen durchgeführt. Mit Hilfe einer Reihe neuentwickelter Messgeräte können erstmalig die Nukleationsprozesse
auf molekularer Ebene abgebildet und quantitativ erfasst werden. Ein Schwerpunkt der Studien liegt bei der Rolle von Ionen für den
Aerosolbildungsprozess, um die möglichen Einflüsse von kosmischer Strahlung (und deren Modulation durch die Sonne) auf das
Klima der Erde zu untersuchen. Hierfür wird ein Elementarteilchenstrahl vom CERN verwendet, um die kosmische Strahlung gezielt
simulieren zu können. In den aktuellen Experimenten wurde die Aerosolneubildung für Schwefelsäure-Wasser-Partikel bei Temperaturen
bis zu -65°C untersucht. Weiterhin wurde die Rolle von Ammoniak, Aminen und organischen Verbindungen auf den Nukleationsprozess im
Detail untersucht. Aus den experimentellen Ergebnissen werden neue Parametrisierungen abgeleitet, mit denen dann in globalen
Aerosol- und Wolkenmodellen der Einfluss der Aerosolnukleation für die Wolkenbildung und das Klima abgeschätzt wird.
Der Vortrag gibt eine Übersicht über das CLOUD-Experiment und die neuesten Ergebnisse.
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